Gemeindebau, Karl Marx Hof, Aussenansicht, Innenhof, Park
© WienTourismus / Paul Bauer

Hygiene und rücksichtsvoller Umgang miteinander sind Teil der Wiener DNA

Einer jüngst vom Magazin "Forbes" publizierten Untersuchung zufolge zählt Österreich und damit auch Wien gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie zu den sichersten Destinationen. Der Bericht basiert auf einer weltweiten Studie der Deep Knowledge Group, einem Konsortium von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen. Unter den 200 analysierten Ländern, Regionen und Territorien rangiert Österreich an sechster Stelle, knapp hinter der Schweiz, Deutschland, Israel, Singapur und Japan.

Entscheidungshilfe durch Rankings

Für das Ranking wurden öffentlich zugängliche Daten verwendet und 130 verschiedene Kriterien abgeglichen. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Gesundheitssystem. Untersucht wurde aber auch, wie die Überwachung und Erkennung von Corona-Infizierten erfolgt, wie es um die Effizienz der Quarantänebestimmungen bestellt ist und wie das Risikomanagement der Regierung funktioniert. Die Länder auf den vordersten Plätzen zeichnen sich etwa dadurch aus, dass sich deren kritische Infrastruktur im Lockdown als sehr widerstandsfähig erwiesen hat. Ein weiteres Merkmal ist die vorsichtige Art und Weise, in der die Länder versucht haben, die Sperrmaßnahmen und die wirtschaftliche Schockstarre wissenschaftlich fundiert aufzubrechen, ohne dabei die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zu opfern, heißt es in der 250 Seiten dicken Studie.

So wundert es nicht, dass Wien vergleichsweise sehr gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Flankierende Maßnahmen wie die Verpflichtung, beispielsweise bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel weiterhin einen Mund-Nasenschutz zu tragen und generell auf das Abstandsgebot zu achten, lassen ein Maß an Freiheit zu, wie es anderswo kaum möglich ist.

Wer noch immer schwankt, wohin er oder sie in diesem Sommer fahren soll, findet nicht zuletzt auch Entscheidungshilfe bei "European Best Destinations". Das Reiseportal hat ebenfalls erst kürzlich eine Liste mit den 20 sichersten Destinationen in Europa veröffentlicht. Sicher heißt in dem Zusammenhang, dass das Reiseziel am wenigsten durch Covid-19 beeinträchtigt ist, ausreichend Sicherheitsmaßnahmen gesetzt hat und mit einer entsprechenden Gesundheitsinfrastruktur aufwarten kann. Wien ist eine von wenigen Großstädten, die es in diese Liste geschafft haben.

Keine Ghettos in der Stadt

Wien werde das ganze Jahr über von Reisenden besucht, "die ein sicheres und friedliches Reiseziel suchen", begründen die Autoren den Spitzenplatz für die Bundeshauptstadt. Das subjektive Gefühl von Sicherheit werde durch harte Zahlen bestätigt. "Die Rate der Straftaten ist dreimal niedriger als in allen anderen europäischen Hauptstädten. Mit vielen Parks und umweltfreundlichen Verkehrsmitteln ist Wien eine der Städte mit der besten Lebensqualität in Europa", heißt es in der Empfehlung von European Best Destinations 2020. Selbst spätabends auf den Straßen Wiens zu flanieren ist keine Mutprobe, sondern ohne Risiko möglich.

Obwohl fast ein Drittel der Bevölkerung in Wien einen Migrationshintergrund hat, gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Metropolen so gut wie keine Ghettos. Das Zauberwort heißt soziale Durchmischung. Ein Spiegelbild dieser seit Jahrzehnten verfolgten Politik ist der Gemeindebau, der sich durch alle Bezirke zieht. Nirgendwo sonst in Europa gibt es so viele mit öffentlichem Geld errichtete Wohneinheiten wie in Wien. Damit wird vorgebeugt, dass sozial Schwache nicht an den Stadtrand oder in weniger begehrte Gegenden in der Stadt abgedrängt werden, weil sie sich zentralere Lagen nicht leisten könnten. Andererseits wird von der Stadt auch versucht, wohlhabendere Menschen durch Stadterneuerungsprojekte für ehedem weniger interessante Gegenden zu begeistern.

Reinigung bei Tag und bei Nacht

Dass Straßen und Parks sauber sind, dafür sorgt die Magistratsabteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark, die MA 48. In einem Jahr erledigt der stadteigene Betrieb 120.000 Lkw-Ausfahrten. Das entspricht einer Wagenkolonne von Wien bis Hamburg. Dabei werden an die neun Millionen Kilometer zurückgelegt. Täglich sind bis zu 265 Fahrzeuge unterwegs, um Wienerinnen und Wiener vom Müll zu befreien. Rund 20 Kehrmaschinen lassen ihre Bürsten für ein sauberes Wien rotieren. Die Straßen-Waschmaschinen sorgen für hygienische Verhältnisse und entfernen den Staub vom Asphalt, was nicht nur in Zeiten von Corona unglaublich wichtig ist.

Die Wirtschaftskammer Wien hat deshalb nun in Kooperation mit dem WienTourismus das Sicherheitssiegel "Safe Stay" entwickelt, um die Beherbergungsbetriebe bei der Umsetzung hoher Sicherheits- und Qualitätsstandards zu unterstützen. Ein eigener Covid-19-Beauftragter sowie regelmäßige Testungen der Mitarbeiter sind nur einige Maßnahmen. Ein Rundum-Sorglos-Paket, das dafür sorgt, dass Sie sich in den ausgewiesenen Hotels der Stadt (achten Sie auf die Plakette am Eingang des Hotels!) so richtig entspannen können.

Teilen, bewerten und Feedback