Wiener Tourismuskonferenz 2020: Reshaping Vienna

Die gesamte Tourismuskonferenz 2020 zum Nachsehen im Stream

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die gesamte Wiener Visitor Economy, aber auch innovative Konzepte und Strategien zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen standen im Zentrum der diesjährigen Wiener Tourismuskonferenz, an der 200 Gäste in der Wiener Hofburg und rund 1.000 Personen via
Livestream teilnahmen. Der Grundgedanke der bei der Tourismuskonferenz 2019 vorgestellten Visitor Economy Strategie 2025 "Shaping Vienna", die den Blick auf die Stadt selbst und ihre positive Entwicklung für BewohnerInnen, UnternehmerInnen und BesucherInnen richtet, begleitet die Weiterentwicklung der Destination auch in Zeiten der Pandemie. Nun heißt es "Reshaping Vienna" und es gilt, gemeinsam Wege aus der Krise zu finden und die Herausforderungen in Chancen umzuwandeln.

Covid-19 Schnelltests und maßgeschneidertes Präventionskonzept: "Positives Signal für den Meeting Standort Wien"

Für die gesamte Veranstaltung wurde ein maßgeschneidertes Präventionskonzept erarbeitet. Dafür kamen auch neuartige Covid-19 Antigen Schnelltests zum Einsatz, mit denen alle TeilnehmerInnen beim Eingang in zwei Teststraßen getestet wurden. Auf ein anschließendes Get-Together in der Wiener Hofburg wurde aus Sicherheitsgründen verzichtet. Die Streaming-TeilnehmerInnen hatten die Möglichkeit für ein virtuelles Networking mit Norbert Kettner und Doug Lansky, Tourismusberater und Reisejournalist, der eine Keynote hielt. Zusätzliche, über die Mindestanforderungen hinausgehende Luftfilteranlagen, zugewiesene Sitzplätze und Plexiglaswände an neuralgischen Punkten waren weitere Maßnahmen in dem umfassenden Sicherheitskonzept.
"Die erfolgreiche Abhaltung der Wiener Tourismuskonferenz 2020 in der Wiener Hofburg stellt ein wichtiges Signal für den Meeting Standort Wien dar. Die Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen und der Einsatz innovativer Maßnahmen ermöglichen die Durchführung physischer Tagungen auch unter den aktuell schwierigen Rahmenbedingungen.", so Christian Woronka, Leiter des Vienna Convention Bureau.

Auftakt mit vereinten Kräften

Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner eröffnete die Veranstaltung und reflektierte, dass gerade die Stärken des Städtetourismus – Ganzjahrestourismus, hohe Internationalität sowie Kultur-, Kongress- und andere Veranstaltungen – eine Reaktivierung unter den derzeitigen Rahmenbedingungen besonders schwer machen. Dabei wird stärker denn je sichtbar, welche Bedeutung Tourismus für die Gesamtwirtschaft, als Arbeitgeber und für alle Facetten der Infrastruktur hat. Wie dem Tourismus in Wien zielgerichtet geholfen werden kann, diskutierten im Anschluss Vertreter aus Politik und Interessenvertretung. Peter Hanke, Wiens Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales sowie Präsident des WienTourismus wies dabei auf die Fördermaßnahmen der Stadt
Wien speziell für den Tourismus hin, die Betriebe unterstützen und Arbeitsplätze schützen sollen. Einreichungen für das Förderprogramm für die Wiener Hotellerie "WienHotel/20", das variable Kosten mit bis zu 50.000 € pro Betrieb unterstützt, sind ab 1. Oktober möglich. "Die Krise meistern wir nur dann erfolgreich, wenn das Netzwerk in der Stadt funktioniert. Daher betrachten wir Arbeit und Wirtschaft bei allen Lösungen gemeinsam", erklärte Hanke. Die Stadt sehe sich als Partner der Wiener Wirtschaft, zugleich wolle sie eine überbetriebliche Ausbildung für all jene jungen Menschen ermöglichen, die ihre Ausbildung jetzt nicht fortführen können.

Norbert Kettner: Tourismus in Wien 2020

Tourismusdirektor Norbert Kettner stellte die bisherigen Entwicklungen der Visitor Economy im internationalen Vergleich vor (Präsentation). Nach zwei sehr erfolgreichen Monaten zu Beginn des Jahres kam es ab März zu einem dramatischen Einbruch und Totalausfall im April und Mai. Nach einem nicht minder schwierigen Sommer und den jüngsten Reisewarnungen steht die Branche vor einem unsicheren Herbst und Winter. Erfreulich ist, dass die rechtlichen  Voraussetzungen für Weihnachtsmärkte geschaffen sind und dass Schnelltests bereits erfolgreich in verschiedenen Zweigen der Wiener Visitor Economy eingesetzt werden. Der WienTourismus strukturiert seine Reaktivierungsaktivitäten aktuell an einem vierstufigen Phasenplan. Entlang dieses Prozesses zurück zur vollkommenen Reisefreiheit liegen – je nach Phase – die Schwerpunkte auf Inspirieren und Aktivieren der (zukünftigen) BesucherInnen und Servicieren von Branche und Gästen.

"Reshaping Vienna"

Das Motto der diesjährigen Wiener Tourismuskonferenz bildete auch die zentrale Frage für eine Paneldiskussion von ExpertInnen aus essenziellen Bereichen für die Entwicklung der Destination: Vor Ort diskutierten Michaela Huber, Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehr, Julian Jäger, Vorstandsdirektor des Flughafen Wien, Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, Thomas Madreiter, Planungsdirektor der Stadt Wien und Norbert Kettner. Vanessa Borkmann, Verantwortliche für Forschungsarbeiten aus dem Bereich Hotels und Tourismus beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und Leiterin des Verbundforschungsprojekts FutureHotel, wurde der Diskussion virtuell zugeschaltet.

Weitere Informationen auf unserer B2B-Seite.

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