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Robotik ist ein Kinderspiel

Grundschulkinder, die einen vollautomatischen Türöffner für einen Hühnerstall entwickeln? Ein von Kids ausgedachter Automat, der wie von Geisterhand Süßigkeiten ausspuckt? Möglich werden diese höheren Spielereien für ganz junge Menschen mit der von Robo Wunderkind entwickelten Produktpalette. Da wundert es wenig, dass das 2015 in Wien gegründete Start-Up in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hingelegt hat. In Deutschland sind die Spielzeugroboter ebenso begehrt wie in den USA. Mittlerweile ist Robo Wunderkind in 20 Ländern vertreten.

Kreativität, Problemlösung, Kollaboration

Die programmierbaren Spielzeugroboter haben jedenfalls einen Nerv getroffen. Mitgründerin Anna Iarotska über die grundlegende Idee hinter der Robotik fürs Kinderzimmer: "Kreativität, Problemlösung und Kollaboration sollen von frühester Kindheit an gefördert werden." Programmiert werden die Roboter-Module, die auch mit Lego kompatibel sind, mittels dazugehöriger Smartphone-App. Module wie Lichtsensoren können ebenso verbaut werden wie kleine Elektromotoren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Kids sind begeistert, wie viele beeindruckende Beispiele auf der Instagram-Seite von Robo Wunderkind zeigen.

Initialzündung in der Hofburg

Begonnen hat alles 2013 im Rahmen des "Pioneers-Festival" für Start-Ups im imperialen Ambiente der Wiener Hofburg. Iarotska war damals Teil des Organisationsteams. Im Zuge des Festivals hat sie ihren späteren Robo Wunderkind-Mitgründer Yuri Levin kennengelernt. Die Initialzündung? "Wir haben uns damals intensiv darüber unterhalten, wie sich die Technologie und die Wirtschaft entwickeln werden", erinnert sich Iarotska: "Wir sind draufgekommen, dass es einen immensen Bedarf im Bereich Bildung gibt."

Die zentrale Frage des folgenreichen Gesprächs? "Wie führt man junge Menschen niederschwellig an moderne Technologien heran?" Die Produktpalette von Robo Wunderkind gibt die Antwort. "Spielzeugroboter sind ein spannendes Mittel, weil sie Technologie und das Zusammenspiel diverser Komponenten visualisieren und greifbar machen", erklärt die gebürtige Ukrainerin, die in Wien und dann in London BWL studierte und auch Erfahrung im Silicon Valley gesammelt hat.

Wien zieht Exzellenz an

Warum sich Globetrotterin Iarotska und ihr geschäftlicher Mitstreiter letztlich für Wien als Unternehmensstandort entschieden haben? "Wir hätten zwar die Möglichkeit gehabt, es woanders zu machen, doch Wien war am attraktivsten, weil die Stadt viele gut ausgebildete Arbeitskräfte anzieht, was sehr stark mit der großen Lebensqualität zu tun hat." Seit der EU-Osterweiterung vor 15 Jahren gilt Wien als Drehscheibe und Brückenkopf in Richtung Osten. Doch diese Betrachtung greife mittlerweile viel zu kurz, so Iarotska. "In Wien triffst du genauso auf jede Menge US-Amerikaner, und heute in der Früh hatte ich ein Gespräch mit einer Designerin aus Südafrika. – Die bereits dritte Designerin aus Südafrika, die ich in Wien getroffen habe." Wien habe sich gerade in den vergangenen Jahren hinsichtlich der Verfügbarkeit von exzellenten Arbeitskräften aus aller Welt im Bereich digitaler Technologien sehr gut entwickelt, so Iarotska.

15 Mitarbeiter aus acht Ländern

Die Belegschaft von Robo Wunderkind ist dafür das beste Beispiel: Die 15 Mitarbeiter stammen aus acht verschiedenen Ländern. Gesprochen wird Englisch. Robotik-Ingenieure arbeiten für Robo Wunderkind ebenso wie Product Designer, User Experience Designer und Education Content Designer. Doch nicht nur Robo Wunderkind boomt. "Die gesamte Wiener Start-Up-Szene hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark entwickelt." Das kommt nicht von ungefähr.

"Es gibt viele Förderprogramme für Gründer. Die Stadt Wien macht in diesem Bereich sehr viel. Etwa von den Förderungen der Wirtschaftsagentur Wien haben auch wir sehr stark profitiert", sagt Iarotska. Doch was schätzt Iarotska ganz persönlich an Wien? "Die Stadt ist sehr modern und sehr sicher. Es herrscht eine tolle Atmosphäre sowohl was die Arbeit als auch das Wohnen betrifft. Besonders die Umgebung unseres Büros, das in der Nähe des Rochusmarkts und des Donaukanals liegt, finde ich wahnsinnig nett."

Weitere Informationen auf Robo Wunderkind und Start-up-Förderung Wirtschaftsagentur Wien